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Saluki Plauderei
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blank Unter den ersten in Deutschland vorkommenden exotischen  Windhundrassen ist
eine, auf die das Sprichwort paßt: ,, Ein liebes Kind hat viele Namen."
Persischer Windhund, Saluki, Gazellenhund heißt er in Europa, wo er sich gleich langsam
wie stetig Freunde erwirbt. Das Ursprungsland des Hundes ist in Asien zwischen der Westgrenze
Indiens und dem Mittelmeer, der Zeitpunkt, seitdem die Rasse bekannt ist, liegt Jahrtausende zurück.
Mit einer seltenen Beharrlichkeit hat sich der Typ des Hundes erhalten, wie uns antike Skulpturen
zeigen, in den vatikanischen Sammlungen, an der Gruppe vom Farnesischen Stier im Museum
zu Neapel, auch am Alexandersarkophag in Konstantinopel sind sie zu finden. In den Heimatgebieten
werden sie von den Araberstämmen meist zur Jagd auf flüchtiges Wild verwandt, wie
Antilopen, Gazellen usw., oft mit Hilfe eines Falken, aber auch auf Hasen und Schakale sowie
sonstiges kleines Raubwild. In hohen Ehren wird der Gazellenhund beim Araber gehalten,
der ihm machen guten Braten zu verdanken hat. Dafür soll nach überlieferten Gerüchten die
Verteilung des Bratens folgender Reihenfolge unterliegen: dem Araber, dem Saluki, der Frau!
Oft teilt der Hund das Lager seines Herrn (eine Eigenschaft die sich auch erstaunlich erhält), und
die Tiere werden von den Frauen des Stammes erzogen.
Bei uns sehen wir am öftesten drei Typen- es sollten im ganzen aber 16 geben- den
wirklich aus Persien kommende Windhund, zur Zeit meist gezeigt in sehr schönen Exemplaren
aus dem Zwinger des Grafen von der Schulenburg in Teheran. Diese haben das größte Höchstmaß, sind
meist ohne übliches "Feather" am Ohr und Rute. Die hier befindlichen Nachkommen asiatischer Importen
nach Endland, repräsentieren zwei andere Typen, den mesopotamischen hellen Windhund und den
syrischen Gebirgshund in dunkleren Farben. Wenn die beiden Schläge miteinander gekreuzt
werden, zerfallen doch die Würfe hauptsächlich in diese beiden Typen, und eigenartig scheint
mit Farbe und Zeichnung beim Saluki das Wesen gebunden zu sein. Es dürfte für uns ein Ziel
werden, zu versuchen, die wertvollsten Eigenschaften der zwei Typen vereint herauszuzüchten.

Und was ist es nun beim Perser, das auf uns so anziehend wirkt? Ist es sein fremdartiges
Aussehen, das kurze seidenglänzende Fell mit den langgelockten Ohren und Rute? "Ist der geschoren?"
hört man oft im Vorbeigehen auf der Straße. Ist es der Ausdruck, der erhabene Blick vielleicht, von
der Rasse- Wanderung durch Jahrtausende stammend? Gerade dieser Ausdruck haftet oft dem
dunklen Saluki an. Dagegen sind als Regel die hellen aufgeweckter, lebhafter zu nennen, sowie
diese auch außerordentlich wachsam sind. Wer Gelegenheit hat, den Perser in freier Natur
zu sehen, wird Freude an seinen unendlich geschickten, wendigen, schönen Bewegungen haben; leider
können wir seinen großen Wert als ausdauernden Jagdhetzhund nicht ausnutzen.
In einer Beziehung wird diese Rasse allgemein unterschätzt, die Hunde sind viel kraftvoller,
zäher und unempfindlicher als sie aussehen, eigentümlich für gerade diese südlichen Hunde
ist Hitze das, worunter sie am meisten leiden. - Einen der größten Anziehungspunkte bildet
wohl des Persers enorme Anhänglichkeit an seinen verständnisvollen Herrn. Seine Liebe geht
nicht durch den Magen- wer ihm Gelegenheit gibt seine Glieder zu strecken, gilt bei ihm noch mehr.
Als Welpe bis zum Alter von drei bis 4 Monaten ist der Saluki mit seinen langen Ohren wohl
zu den reizendsten Hundefiguren zu zählen. Die darauf folgenden Monate, wo er
meist aus schlacksigen Knochen besteht, gehören nicht zu den für sein Äußeres glücklichsten.
Von einem Jahr bis er vier Jahre ist, geht er seinem Höhepunkt entgegen, auf dem er außergewöhnlich lange bleibt.
So machte z. B. auf der  Cruft- Show in  London ein fast elfjähriger Rüde das Championat.

(Dies vereinfacht ausgedrückt, da in England kein Championat geholt wird, sondern nur
ein Challenge certificate, deren drei von verschiedenen Richtern ein Hund zum Championat braucht)
Der vorerwähnte Rüde Ch. Sarona Kelb hatte schon längst seinen Titel, erwarb aber das Challenge
certificate der Ausstellung. Auch die Hündinnen sind sehr vital, ich weiß von einer , die mit
fast 14 Jahren noch einen kräftigen Wurf brachte. Sie sind mit einem ausgeprägten Familiensinn
ausgerüstet, gewöhnen sich außergewöhnlich schwer in eine neue Umgebung ein, schon in einem
Alter, wo dies bei anderen Hunden keine Schwierigkeit.
Im Haus sind sie meist ruhig und sehr sauber, aber im Freien, der hindernden
Leine entronnen, kommt ihre Lebhaftigkeit zum Ausdruck. Gibt es nichts zu hetzen, rennen
sie sich alleine im großen Kreise, bis bei ihnen wie beim Pferd der Schaum fliegt. Ein ästhetischer
Genuß ist schon der Anblick zweier spielender Perser.
Und folgt nun der Perser?" - ja, wenn er sich es etwas anders überlegt hat und am liebsten, nicht
weil er muss, sondern aus Liebe zu seinem Herrn. Nie kann man einen Perser "hündisch" nennen.
Wer Jahre mit ihm verlebt, lernt immer besser den Araberspruch
verstehen:

,, Der Saluki ist kein Hund er ist ein Geschenk Allahs zu unserem Nutzen und unserer Freude gegeben."
 
 
Dieser Text wurde aus dem Buch „Das große Windhunderbe“ entnommen.
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blank Es stellen sich vor:
 "Qawi- Shetan el Mahbub"
 
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